Experimentieren mit DEGINTU: Sicher, gesund und einfach

Welche Lehrkraft kennt das nicht? Freitags sitzt man zuhause an der Unterrichtsvorbereitung für die nächste Chemiestunde am Montag – die Frage ist nur: Welcher Versuch lässt sich in der Klasse durchführen? Gibt es alle nötigen Chemikalien an der Schule? Ab welcher Jahrgangsstufe dürfen die Schülerinnen und Schüler den Versuch selber durchführen? Und wie ging der Versuch denn überhaupt noch mal genau?

Mit dem Online-Portal DEGINTU (Gefahrstoffinformationssystem für den naturwissenschaftlich-technischen Unterricht der gesetzlichen Unfallversicherung) ist es möglich, auch von zuhause aus auf die Daten der Schule zugreifen zu können. Über das Gefahrstoffmanagement ist ersichtlich, welche Chemikalien in welcher Menge an welchem Ort vorhanden sind.

Gefahrstoffdatenbank

Im Modul „Gefahrstoffdatenbank“ können die Lehrkräfte die Einstufungen nachsehen und erhalten Informationen zu den Tätigkeitsbeschränkungen und den Lagerbedingungen. Diese Informationen können von der  Lehrkraft zur Unterrichtsvorbereitung und -durchführung genutzt und ausgedruckt werden.  

Auch die Anforderungen aus der KMK-RiSU (Richtlinie zur Sicherheit im Unterricht), die die Schulen einhalten müssen, werden hier transparent dargestellt.

Ein automatischer Abgleich der Gefahrstoffdaten von DEGINTU mit der DGUV-Stoffdatenbank GESTIS sorgt für eine stets aktuelle Einstufung der Stoffe. 

Versuchsdatenbank

Da die Gefährdungen im naturwissenschaftlich-technischen Unterricht nicht nur von den stofflichen Eigenschaften abhängen, werden im Modul „Versuchsdatenbank“ weitere Aspekte, wie zum Beispiel die Versuchsdurchführung und die baulichen Erfordernisse, mit berücksichtigt. Für die baulichen Anforderungen wurde DEGINTU mit dem DGUV-Internetportal „Sichere Schule“ verknüpft (www.sichere-schule.de). 

Die DEGINTU-Versuchsdatenbank beinhaltet heute schon rund 500 in der Praxis bewährte und erprobte Versuchsbeschreibungen einschließlich der erforderlichen Gefährdungsbeurteilungen. Wenn ein bestimmter Versuch noch nicht dort beschrieben ist oder der Versuch abgeändert werden soll, können Lehrkräfte mit geringem Aufwand eigene Versuchsbeschreibungen und die dazugehörigen Gefährdungsbeurteilungen erstellen. Zudem ist es möglich, diese mit anderen Schulen auszutauschen.

Die Unfallkasse Rheinland-Pfalz wird den Umgang mit DEGINTU zukünftig auch beim Sicherheitsseminar für die Ausbildung der Chemiereferendare integrieren.  


Die Vorteile von DEGINTU im Überblick:

  • DEGINTU ist durch einen verschlüsselten Zugriff jederzeit online verfügbar.
  • Es wurde in Zusammenarbeit mit erfahrenen Lehrkräften, Lehrerfortbildungsinstituten, Hochschullehrkräften, Mitgliedern der RiSU-Expertengruppe der KMK sowie Arbeits- und Gesundheitsschutzexperten der DGUV entwickelt und wird fortlaufend aktualisiert.
  • DEGINTU wird den Schulen kostenfrei zur Verfügung gestellt.
  • Etiketten für die Gefahrstoffgebinde können einfach erstellt und ausgedruckt werden.
  • Änderungen hinsichtlich der Einstufung/Kennzeichnung und der Tätigkeitsbeschränkungen von Gefahrstoffen werden übersichtlich in einer Liste abgebildet. Über E-Mail werden die Nutzer informiert, wenn sich bei ihren Gefahrstoffen etwas geändert hat. 
  • Ein Gefahrstoffverzeichnis wird per Knopfdruck erstellt.
  • Viele Schulversuche sind als erprobte Versuchsbeschreibungen mit Gefährdungsbeurteilung enthalten. Für eigene Versuche kann die Gefährdungsbeurteilung einfach erstellt werden. 
  • DEGINTU stellt Lehrkräften eine Reihe von Arbeitshilfen in Form von Bildern, Videos und Download-Dokumenten zu Verfügung. 
  • Über eine Feedback-Funktion werden Fragen rundum das Portal beantwortet. Die Anmeldung erfolgt unter https://degintu.dguv.de/login

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