Experimente stärken den Präventionsgedanken – Seminare und Broschüre in Vorbereitung

Wie Kinder selbst zu kleinen Forscherinnen und Forschern werden

„Was Hänschen lernt, vergisst Hans nimmermehr“ – dieses alte Sprichwort könnte Pate stehen für ein Angebot der Unfallkasse Rheinland-Pfalz, mit dem seit dem vergangenen Jahr Kinder in Kitas und Grundschulen zu kleinen Forscherinnen und Forschern in eigener Sache werden können: Bei dem Projekt „Kinder forschen zu Prävention“ wird schon bei den Kleinsten mithilfe von spannenden Experimenten das Bewusstsein für Unfallgefahren und Gesundheitsschutz geschärft. Sie verinnerlichen damit im besten Fall schon ganz früh  Präventionsgedanken und gesundheitsbewusstes Verhalten – ganz im Sinne der neuen Präventionskampagne kommmitmensch.

Das gemeinsam von der Unfallkasse und dem Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA) entwickelte Projekt zielt nicht nur auf Kinder ab, sondern will auch Erwachsene für das Thema sensibilisieren und ihre Vorbildhaltung hervorheben. Und so einfach geht's: Mithilfe von einfachen Experimenten werden Kinder auf anschauliche Art und Weise für Sicherheit- und Gesundheitsthemen sensibilisiert. Und: Sie erfahren, wie sie mit erkannten Gefährdungen umgehen können.

Experimentierkarten, die die Unfallkasse auf ihrer Homepage zum Download kostenlos bereithält,  unterstützen beim Einstieg in die Materie und beim Experimentieren selbst. Die einfachen Versuche basieren auf Alltagserfahrungen und helfen den Kindern dabei, eine eigene „Gefahrenkompetenz“ zu entwickeln.

Sie forschen eigenständig; die pädagogischen Fach- und Lehrkräfte in Kita und Grundschule fungieren als aufmerksame Begleiterinnen und Begleiter im Experimentierprozess.

„Wir bekommen immer wieder die Rückmeldung, dass es ein tolles Projekt ist“, erklärt Anna Lisa Scharek, Präventionsmitarbeiterin der Unfallkasse Rheinland-Pfalz. Um das besondere Angebot noch weiter mit Leben zu füllen, wird die Unfallkasse Rheinland-Pfalz für das kommende Jahr Seminare anbieten, in denen der Ansatz von „Kinder forschen zu Prävention“ grundlegend erläutert und praktisch erprobt werden soll. Geplant sind zwei Seminare – je eine Veranstaltung für Erzieherinnen und Erzieher in Kitas bzw. für Lehrpersonen in Grundschulen.

Aber schon jetzt können sich interessierte pädagogische Fach- und Lehrkräfte die Experimentierkarten und den Flyer zum Projekt herunterladen. Dafür folgen Sie einfach dem untenstehenden Link.

Noch in Vorbereitung ist zudem eine ausführliche Broschüre für all jene, die gründlich in das Projekt einsteigen möchten, ohne das Seminar zu besuchen. Die Broschüre wird über die Details zu den verschiedenen Experimenten hinausgehend viele Hintergrundinformationen bereithalten. Unter anderem wird es auch Tipps dazu geben, wie Alltagsmaterialien für die Experimente verwendet werden können. Auch weitere Ideen zum Forschen und Experimentieren werden geliefert.

Weitere Informationen


So breit ist die Themenpalette, die das Projekt mit interessanten Experimenten in den Blick nimmt

Hierfür stehen die Icons:

  • Auge: Sichtbarkeit im Straßenverkehr (Warnwesten, kontrastreiche Kleidung)
  • Fuß: Stolpern – Rutschen – Stürzen (Rutschhemmung je nach Untergrund und Schuhwerk
  • Hand: Hygiene und Hautschutz (Richtiges Händewaschen, die Kraft der Sonne)
  • Totenkopf: Haushaltsgifte (Gefahrensymbole, Wirkung von Säure und Reinigungsmitteln)
  • Ohr: Lärm (Vermeidung, Wirkung)