Mit Betriebssport kommen Beschäftigte in Bewegung

Stadtverwaltung Pirmasens hat beim Präventionswettbewerb der Unfallkasse einen Sonderpreis gewonnen

Vorbeugen ist besser als heilen. Das findet auch die Stadtverwaltung Pirmasens und engagiert sich deshalb für die Gesundheit ihrer Beschäftigten. Gleichzeitig möchten Verwaltung und Personalrat ganz allgemein das gemeinschaftliche Miteinander stärken. Zu diesem Zweck wird seit vergangenem Jahr die Einrichtung von Betriebssportgruppen gefördert. Das i-Tüpfelchen dabei ist die „Dienstvereinbarung zur Gesundheitsförderung“. Und die ist der Jury des Präventionswettbewerbs der Unfallkasse Rheinland-Pfalz einen Sonderpreis wert.

Die Dienstvereinbarung Gesundheitsförderung motiviert geradezu zu mehr Bewegung. Denn sie regelt, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in den Betriebssportgruppen aktiv sind, pro Woche maximal 45 Minuten von der Zeit, in der sie trainiert haben, als Arbeitszeit anerkannt bekommen. Zudem werden Mitarbeitende, die sich zum Übungsleiter oder zur Übungsleiterin ausbilden lassen und dann für mindestens zwei Jahre Betriebssport anbieten, bei den Kosten für die Ausbildung unterstützt. Sie bekommen zudem wöchentlich maximal 90 Minuten der Trainingszeit als Arbeitszeit anerkannt.

Ganz am Anfang des Projekts stand die Bitte mehrerer Beschäftigter, die vom Personalrat im Rahmen der Monatsgespräche mit dem damaligen Oberbürgermeister von Pirmasens, Dr. Bernhard Matheis, auf den Tisch gebracht wurde. Matheis kam sofort ein Gesundheitsförderungsprojekt der französischen Partnerstadt Poissy in den Sinn: Dort werden Mitarbeitende von der Arbeit freigestellt, um mit von der Stadtverwaltung gebuchten Trainern Sport zu treiben. 

„Der gemeinsame Betriebssport fördert nicht nur die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Durch das ämter- und abteilungsübergreifende Zusammensein wird generell die Kommunikation gefördert und das wirkt sich auch äußerst positiv auf die Arbeit aus“,  stellt Dunja Maurer, Vorsitzende des Personalrates der Stadt Primasens, fest. 


Über eine Umfrage unter den rund 960 Beschäftigten wurde zunächst geklärt, ob überhaupt ein breiteres Interesse an einem solchen Angebot besteht. Besonders für die Bereiche Rückenschule, Yoga, Gymnastik, Laufen, Schwimmen, Radfahren und Fußball interessierten sich die Befragten. 17 Beschäftigte stellten sich zudem als potenzielle Trainerinnen und Trainer zur Verfügung. Schon vor dem offiziellen Start des Projekts gingen die ersten Sportgruppen an den Start: Ein Schwimmtreff wurde etabliert, in anderen Gruppen wurde Fußball gespielt, gelaufen oder gewalkt. Später kamen unter anderem Yoga und „Rückenfit“ dazu. 

Zurzeit sind rund 110 Kolleginnen und Kollegen regelmäßig aktiv. In den vergangenen Wochen wurden die Betriebssportgruppen zudem für die Kolleginnen und Kollegen der städtischen Tochtergesellschaften Bauhilfe, Krankenhaus und Stadtwerke geöffnet. Interessierte Kolleginnen und Kollegen, die sich als Trainer ausbilden lassen möchten, erhalten dafür einen finanziellen Zuschuss von der Verwaltung. 

Fazit: Die Dienstvereinbarung Gesundheitsförderung hat die Beschäftigten der Stadtverwaltung Pirmasens tatsächlich in Bewegung gebracht. Und es kommen immer mehr dazu: Aktuell sind bei der Stadtverwaltung Pirmasens zehn Betriebssportgruppen aktiv.