Neue Formen der Arbeit im Fokus

DGUV aktualisiert Positionspapier zur Prävention

Die aktuelle Arbeits- und Bildungswelt ist mehr und mehr geprägt durch eine zunehmende Digitalisierung, neue Formen der Arbeit und durch Flexibilisierung von Beschäftigungsformen, Arbeitsorten und Arbeitszeitmodellen.

Dies birgt viele Vorteile und Chancen, aber auch neue Herausforderungen und Gefährdungen – nicht zuletzt im Hinblick auf die Gesundheit der Menschen.

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung hat daher ihr Positionspapier zur Prävention aktualisiert.

Es beschreibt, wie wir auch künftig erfolgreich Arbeitsunfälle, Berufskrankheiten und arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren vermeiden wollen.

Zentrales Anliegen ist es, für eine Kultur der Prävention in Betrieben und Bildungseinrichtungen zu werben und sie dabei zu unterstützen, Sicherheit und Gesundheit zu einem selbstverständlichen Bestandteil ihres Handelns zu machen. Dies soll die Vision Zero real werden lassen, in einer Gesellschaft ohne Arbeitsunfälle, Berufskrankheiten und arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren.

Die zehn Kernaussagen des Positionspapiers:

1. Mit der Vision Zero verfolgen wir eine Welt ohne Arbeitsunfälle, Berufskrankheiten und arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren. Höchste Priorität hat dabei die Vermeidung von tödlichen und schweren Arbeitsunfällen sowie von Berufskrankheiten. Über eine Kultur der Prävention werden Sicherheit und Gesundheit auf allen Entscheidungs- und Handlungsebenen integriert.
2. Wir beraten partnerschaftlich, überwachen die Einhaltung rechtlicher Vorgaben für die Sicherheit sowie den Gesundheitsschutz und setzen erforderliche Präventionsmaßnahmen im Rahmen unseres Überwachungsauftrages durch.
3. Wir geben den Verantwortlichen in Betrieben und Bildungseinrichtungen Handlungssicherheit durch ein abgestimmtes Vorschriften- und Regelwerk.
4. Durch die Einheit von Prävention, Rehabilitation und Entschädigung bei Arbeits- und Wegeunfällen sowie Berufskrankheiten fördern wir Sicherheit und Gesundheit.
5. Durch gezielte Qualifizierungsmaßnahmen tragen wir zu sicherer und gesunder Arbeit bei.
6. Wir fördern bereits bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Entwicklung der Kompetenzen für Sicherheit und Gesundheit, die für das Erwerbsleben notwendig sind.
7. Gemeinsam mit Bund, Ländern und den Sozialpartnern bringen wir die Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie weiter voran. Zu den Themen Prävention und Gesundheitsförderung stärken wir die Zusammenarbeit mit anderen Sozialleistungsträgern sowie mit allen relevanten Institutionen, insbesondere im Rahmen der Nationalen Präventionsstrategie.
8. Mit unserer eigenen Forschung, der Forschungsförderung Dritter und der Evaluation stellen wir die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Präventionsleistungen sicher.
9. Wir bringen uns zum Nutzen unserer Versicherten und Mitgliedsunternehmen in die Entwicklung der Prävention und der Qualifizierung auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene ein.
10. Wir nehmen die Herausforderungen der Digitalisierung an und begleiten die Betriebe, Bildungseinrichtungen und Versicherten durch den Wandel.

Foto: Grubenglück/Erik Schwarzer