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Unfallkasse Rheinland-Pfalz | 50 Jahre Schülerunfallversicherung

Seit 50 Jahren ein Erfolgsmodell: Die Schülerunfallversicherung

Wenn Kinder in der Kita toben, auf dem Schulhof bolzen oder Studierende beim Sport an der Uni aktiv sind, passiert schnell mal ein Unfall. Ob ein Zahn verloren geht, ein Bein gebrochen wird oder eine schwere lebenslange Beeinträchtigung die Folge eines Schulunfalls ist: Die wenigsten Betroffenen wissen, dass sie gesetzlich unfallversichert sind. In diesen Situationen greift die Schülerunfallversicherung, die in diesem Jahr ihren 50. Geburtstag feiert.

 

„840.000 Kita-Kinder, Schülerinnen, Schüler und Studierende sind bei der Unfallkasse Rheinland-Pfalz versichert. Unsere Expertinnen und Experten arbeiten täglich daran, dass sie beim Besuch der Bildungseinrichtungen möglichst sicher und gesund bleiben, oder – im Falle eines Unfalls – schnell wieder gesund werden“, sagt Manfred Breitbach, Geschäftsführer der Unfallkasse Rheinland-Pfalz (UK RLP).

In der Schülerunfallversicherung kommen Prävention, Heilbehandlung, Reha und Entschädigung aus einer Hand. Die Versicherten selbst oder ihre Eltern zahlen keine Beiträge. Die Kosten für die Heilbehandlung, die Rehabilitation und für mögliche Renten zahlt die öffentliche Hand. Auch bei Ausflügen, Exkursionen, in der Kita sowie auf dem Weg von oder zur Bildungseinrichtung ist dieser Schutz gewährleistet.

Das „Gesetz über die Unfallversicherung der Schüler und Studenten sowie Kinder in Kindergärten“ trat am 1. April 1971 in Kraft. Seitdem profitieren nicht nur Beschäftigte, sondern auch Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene beim Besuch von Bildungseinrichtungen von den zwei Grundprinzipien der gesetzlichen Unfallversicherung: „Alles aus einer Hand“ und Prävention sowie Rehabilitation „mit allen geeigneten Mitteln“. Dem vorausgegangen war ein Urteil des Bundesgerichtshofs. Dieser entschied 1967, dass es einem sozialen Rechtsstaat anstehe, einem Schulkind „in geeigneter Weise Fürsorge zuteilwerden zu lassen“, so die Urteilsbegründung.

Rund 68.600 Unfälle wurden der UK RLP im Jahr 2019 gemeldet. Davon waren 5.449 Wegeunfälle. „Insgesamt ist die Zahl der Unfälle, die die Versicherten in den Bildungseinrichtungen oder auf dem Weg erlitten haben, Dank umfassender Präventionsarbeit deutlich gesunken“, so Manfred Breitbach. „Wir haben in den vergangenen Jahren viele Maßnahmen für die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten, Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in unseren Bildungseinrichtungen auf den Weg gebracht“, betont er. Dazu zählen Präventionsleistungen wie Beratungen, Vorschriften und Regelungen, Schulungen und Seminare sowie Unterrichts- und Arbeitshilfen. „Auch Aktionen wie Busschule, Sicher zur Schule, Gelbe Füße und Fit für den Straßenverkehr sind allesamt Projekte, die das Ziel „Vision Zero“, sprich keine Unfälle im Visier haben“, so Breitbach.

Die Unfallkasse Rheinland-Pfalz wird dem Jubiläumsjahr eine Reihe besonderer Aktionen widmen.  Mehr zur Schülerunfallversicherung erfahren sie hier.