Alexander Laitenberger ist zurück im Leben

Trotz schwerer Beeinträchtigung eine Frohnatur

Alexander Laitenberger war gerade dabei, eine Straße zu überqueren, als er von einem Pkw erfasst und gegen die Frontscheibe des Wagens geprallt wurde. Durch den Unfall am 24. Mai 2002 erlitt der damals 34-Jährige schwerste Verletzungen. Eine komplette Tetraplegie, eine Querschnittslähmung halsabwärts, war die Folge.

Elf Monate verbrachte der ehemalige Mitarbeiter eines Entsorgungsunternehmens in der BG Klinik Ludwigshafen, bevor er als Pflegebedürftiger entlassen wurde. Bereits zu diesem Zeitpunkt war abzusehen, dass Alexander Laitenberger nicht mehr arbeitsfähig sein würde. Auch die  künftige Teilhabe am Arbeitsleben wurde seinerzeit bereits ausgeschlossen.

 Durch die Folgen dieses Unfalls ist der Wormser bis heute in allen Lebensbereichen auf Unterstützung angewiesen. Seitdem begleiten die Reha-Manager der Unfallkasse Rheinland-Pfalz Alexander Laitenberger und seine Familie.

Sie stehen als Beratungs- und Ansprechpersonen zur Seite, wenn es um die Organisation und Finanzierung der ambulanten, pflegerischen und hauswirtschaftlichen Betreuung geht.

Auch bei der Anschaffung eines behindertengerechten Fahrzeugs oder pflegegerechter Ausstattung zu Hause, begleitet die Unfallkasse beratend und finanziell.

So verfügt Alexander Laitenberger über ein gut funktionierendes Netzwerk zugewandter Menschen und Pflegekräfte, die ihn rund um die Uhr unterstützen und begleiten. Seinen elektrisch unterstützten Rollstuhl kann er jedoch über sein Kinn allein steuern.

Ergotherapie und regelmäßige Trainings in der Physiotherapie gehören ebenso zu seinem Alltag wie Therapieeinheiten in der Logopädie.

„Alexander hat noch nie gejammert oder sich beschwert. Im Gegenteil. Er ist meist vergnügt und gut gelaunt. Mit seiner Stimmung und positiven Lebensauffassung begeistert er die Menschen um ihn herum immer wieder aufs Neue“, erzählt seine Mutter Renate.

„Dabei gab es schon einige Situationen, in denen er beinahe gestorben wäre“, erinnert sich Renate Laitenberger, die sich darüber freut, dass ihr Sohn eine wahre Frohnatur und gern mit anderen Menschen zusammen ist. „Alexander ist oft auf Achse. Vor allem in Biergärten und auf Konzerten“, lacht sie. So waren auch die Eröffnungsveranstaltungen der Ausstellungen, die die Unfallkasse mit der Porträtserie des Fotografen Michael Hagedorn unter dem Motto „Zurück im Leben“ initiiert hat, ganz nach seinem Geschmack.

Wenn Alexander Laitenberger mit seinem Team nicht unterwegs ist, liest er regelmäßig Zeitung. Zu seinen liebsten Beschäftigungen zählt das Computerspielen.

Von seiner positiven Einstellung zum Leben lässt sich auch sein engagiertes Team von Pflegekräften gern anstecken, wie zum Beispiel Gudrun Rettig und Olga Kraft.

Sie helfen ihm dabei, dass er im entsprechenden Outfit gekleidet ist, wenn ein Spiel seines Lieblingsvereins im Fernsehen läuft. Dann trägt Alexander Laitenberger nämlich von oben bis unten Rot-Weiß. Er ist bekennender Fan des FC Bayern-München, was nicht zu übersehen ist.

Einer seiner Träume: Bei einem Live-Spiel dabei zu sein!