Den Schulalltag gesundheitsfördernd gestalten

Unfallkasse und Projektschulen arbeiten Hand in Hand

„Das Arbeitsfeld Schule hat sich in der vergangenen Zeit stark und teils auch zum Nachteil verändert.

Vor allem durch die neuen Medien brechen Probleme auf Schulen ein, die eigentlich keine schulischen Probleme sind“, sagt Christoph Vickus, Schulleiter der Heuss-Adenauer Mittelrhein-Realschule plus Oberwesel.

„Die Belastungen für die Lehrerinnen und Lehrer sind enorm.“ Um für die wachsenden Anforderungen in Zukunft gut aufgestellt zu sein, nehmen er und Kolleginnen und Kollegen am Projekt „Gesundheitsmanagement macht Schule“ der Unfallkasse Rheinland-Pfalz teil. Auch die Maximilian-Kolbe-Schule Rheinbrohl und die Regenbogenschule Westerburg gehören zu den Projektpartnern. 

Gesundheitsmanagement macht Schule

Gemeinsam mit den Präventionsfachleuten der Unfallkasse arbeiten sie seit Februar 2019 in einer zweijährigen Kooperation daran, Strukturen und Prozesse mit dem ganzheitlichen Ansatz des schulischen Gesundheitsmanagements gesundheitsfördernd zu gestalten. In aufeinander aufbauenden Workshops entwickeln die Projektschulen im Austausch passgenaue Maßnahmen und Kompetenzen für die Organisation Schule und setzen diese Schritt für Schritt in ihrem Alltag um. Diese Workshops – auch in den Schulen vor Ort – bestimmen den Projektplan in den nächsten Monaten. Ihre gesammelten Erfahrungen werden dabei gemeinsam mit den Fachleuten der Unfallkasse analysiert und aufbereitet.

„Wir erhoffen uns eine Klimaverbesserung im Kollegium. Andererseits möchten wir auch die räumlichen Gegebenheiten an der Schule verbessern“, so die Schulleiterin Susanne Bär der Regenbogenschule Westerburg. Sie möchte im Projekt zahlreiche Stellschrauben, Tipps und Tricks kennenlernen, die sie bei der Einführung des schulischen Gesundheitsmanagements unterstützen. Der Pädagoge Edgar Ferenschild der Maximilian-Kolbe-Schule Rheinbrohl hofft ebenfalls, durch die Betreuung der Unfallkasse die allgemeine Lehrerzufriedenheit zu steigern und auf diesem Weg auch dem Krankenstand entgegenwirken zu können.

„Und genau das ist das Ziel des Gesundheitsmanagement-Projekts“, betonen Stefanie Kuhn, Kristin Flöck und Markus Schwan, Projektteam der Unfallkasse Rheinland-Pfalz. Im ersten Schritt werden gesundheitsgefährdende Faktoren sowie der individuelle Handlungsbedarf in den Schulen systematisch analysiert. Darauffolgend werden konkrete Maßnahmen zur Gesundheitsförderung abgeleitet und nachhaltig verankert, welche am Ende des Projektzyklus auf ihre Wirksamkeit hin überprüft werden.

Die Erfahrungen aus den vorgehenden Projektzyklen haben gezeigt, dass hierfür eine spezifische Beratung und Unterstützung vor Ort notwendig ist, da die Probleme so individuell wie die einzelnen Schulen sind.

„Das Projekt ist eine Win-win-Situation, denn auch wir als Unfallkasse lernen von unseren Partnerschulen“, sagt das Projektteam und ergänzt: „So haben wir aus den Erkenntnissen der Vergangenheit den Projektzyklus neu angepasst und individualisiert. Und wir freuen uns, die Schulen auf dem Weg zu einer guten und gesunden Schule begleiten zu dürfen!“

Sie haben Interesse an dem Projekt?

Kommen Sie zu unserer Informationsveranstaltung „Gesundheitsmanagement macht Schule – Wie geht das?“ am 10. Dezember 2019 in Landau.

Anmeldung unter:
www.ukrlp.de/spektrum,
Themen-Code: SV-09

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