Mit Partizipation zu besseren Arbeitsergebnissen

Gute Ideen für Sicherheit und Gesundheit bringen dem Landesamt für Vermessung und Geobasisinformation eine Auszeichnung beim Präventionspreis ein.

Sonderpreis für das Geo-Landesamt

Mehr Partizipationsmöglichkeiten und ein frühzeitiges Aufgreifen von Konflikten – das hatten sich die Beschäftigten des Landesamtes für Vermessung und Geobasisinformation Rheinland-Pfalz in einer Mitarbeiterbefragung gewünscht. Die Führungskräfte wiederum wünschten sich eine Stärkung des Führungsverständnisses und der Zusammenarbeit. Eine direkte Antwort auf all diese Wünsche sind die Mitarbeiter-Vorgesetzten-Workshops, die die Vermessungs- und Katasterverwaltung erfolgreich als Instrument der Personalentwicklung eingeführt hat. Der Jury des Präventionspreises der Unfallkasse Rheinland-Pfalz ist dies einen Sonderpreis wert.

Bereits im Jahre 2009 hat das Landesamt für Vermessung und Geobasisinformation den eigenen Fachbereich „Personalentwicklung“ gegründet, der beispielsweise das interne Fort- und Weiterbildungsprogramm, ein Mentoring-Programm für Nachwuchskräfte, das Coaching von Führungskräften und auch das Konzept Gesundheitsmanagement unter seinen Fittichen hat. Und eben hier wurden auch die Mitarbeiter-Vorgesetzten-Workshops ausgearbeitet, mit der sich die Einrichtung beim Präventionspreis 2018 beworben hat.

Wie funktionieren die Mitarbeiter-Vorgesetzten-Workshops?

Regelmäßig laden die jeweiligen Vorgesetzten ihre unmittelbar nachgeordneten Bediensteten (eine Fachgruppe oder einen Fachbereich) zum Gespräch ein. Und dafür wird sich Zeit genommen: Je nach dem kann so ein Workshop einen ganzen Arbeitstag in Anspruch nehmen. Auch die Behördenleitungen mit ihren Abteilungsleitungen nutzen das Instrument regelmäßig – mindestens einmal pro Jahr, bei Bedarf aber auch mehrmals jährlich.

  • Was läuft gut?
  • Wie sind die Zusammenarbeit und das Miteinander?
  • Was sollte verändert oder verbessert werden?


Das sind die Fragen, die bei den Mitarbeiter-Vorgesetzten-Workshops gemeinsam erörtert werden.

Zusammenarbeit optimieren

„Sinn und Zweck dieser Workshops ist es, die Zusammenarbeit zu optimieren und Betroffene zu Beteiligten zu machen, weil diejenigen Fachgruppen und Fachbereiche am erfolgreichsten sind, die sowohl eine hohe Sach- als auch eine hohe Beziehungsorientierung aufweisen“, erklärt Andrea Müller vom Fachbereich Personalentwicklung.

Mithilfe der Workshops werden auch die Aufgabenverteilungen und Arbeitsprozesse, die Organisationsstruktur und die Rollen in den jeweiligen Arbeitsbereichen geklärt.

Insgesamt werde die konstruktive Kommunikationskultur gefördert und die Transparenz bezüglich der Ziele und Aufgaben optimiert, führt Andrea Müller weiter aus. Gemeinsam können auf diesem Weg Problemlösungen gefunden werden, die die Zusammenarbeit und das Wir-Gefühl stärken.

Ein Beispiel-Modell

Ganz nebenbei werden sich die Beschäftigten verstärkt ihrer individuellen Verantwortung und die Vorgesetzten ihrer Führungsverantwortung bewusst. Mehr Partizipation hat bessere Arbeitsergebnisse zur Folge, und das steigert wiederum die Motivation. Zudem werden Konflikte frühzeitig angesprochen. „Sie werden als Ansporn zur Weiterentwicklung genutzt und konstruktiv gelöst“, erklärt Müller. „Wir sind davon überzeugt, dass dieses systematische Modell auch für andere Betriebe und Behörden beispielhaft sein könnte.“