Prävention auf den Stundenplan gesetzt

Das Wilhelm-Remy-Gymnasium Bendorf holt sich beim Präventionspreis der Unfallkasse Rheinland-Pfalz den dritten Platz


Keine Frage: Prävention wird am Wilhelm-Remy-Gymnasium in Bendorf großgeschrieben. Eben dies hat der Schule jetzt den dritten Platz beim Präventionswettbewerb der Unfallkasse Rheinland-Pfalz eingebracht.

Die Maßnahmen und Konzepte, die die Schule im Sinne von Sicherheit und Gesundheit angestoßen und verwirklicht hat, sind so vielfältig wie wirkungsvoll. So hat das staatliche Gymnasium mit Inklusion körper- und sinnesbeeinträchtigter Schülerinnen und Schüler vor gut zwei Jahren eine eigene Steuerungsgruppe „Präventionsarbeit und Präventionskonzept“ ins Leben gerufen, um insbesondere die Bereiche Sucht- und Gewaltprävention weiter zu entwickeln.

Die längste Tradition aber hat die Unfallprävention: Seit zwölf Jahren gibt es an der Schule einen Schulsanitätsdienst, der eng mit dem Deutschen Roten Kreuz und der Feuerwehr Bendorf kooperiert. Zudem wurden zusammen mit der örtlichen Polizei Konzepte zur Krisenprävention entwickelt und Aktionen zur Sicherheit im Straßenverkehr durchgeführt.

Der Schulsanitätsdienst arbeitet eng mit dem Deutschen Roten Kreuz und der Feuerwehr Bendorf zusammen.

Prävention auch im Unterricht

Das Thema „Prävention“ schafft es am Wilhelm-Remy-Gymnasium auch direkt in den Unterricht: Die Fachkonferenzen der Schule sind dazu aufgerufen, die Präventionsarbeit möglichst an den Fachunterricht anzubinden. Stufenspezifisch getestet werden außerdem die am Gymnasium noch nicht vollends etablierten Möglichkeiten im Bereich Präventionsarbeit, etwa zum Thema Essstörungen, Alkoholprävention und Schulaufklärung zu sexueller und geschlechtlicher Identität.Auch die Gründung einer Streitschlichter-AG ist für das aktuelle Schuljahr 2019/20 vorbereitet worden.

Angefangen bei den Jüngsten

Ganz im Sinne der Gewaltprävention setzt die Schule schon bei den Jüngsten der Schule auf Teambildung, Persönlichkeitsstärkung und Unterstützung durch Klassenpaten.

Gesundes Essverhalten wird im Fach Naturwissenschaften gepaukt, und für die Gesundheit der Lehrkräfte gibt es spezielle Studientage unter anderem in Kooperation mit der Unfallkasse und dem Institut für Lehrergesundheit.

Auch politisch motivierter Hasskriminalität will das Wilhelm-Remy-Gymnasium vorbeugen, beispielsweise durch Zeitzeugengespräche, Exkursionen zur Moschee oder in eine Synagoge sowie der Besuch von NA-Gendenkstätten wie in Hinzert oder Hadamar. Die Schülerinnen und Schüler der elften und zwölften Klasse absolvieren zudem das Jahresprojekt „Schule ohne Rassismus“.

Prävention als Schwerpunkt – mit Erfolg

Nicht zuletzt möchte die Schule ihre Schützlinge fit fürs Leben machen – und das nicht nur, aber auch durch Bewerbungstraining und Berufs- bzw. Studienorientierung. Für die Jüngsten gibt es den Medienkompass als Orientierungshilfe, für Flüchtlingskinder Hausaufgabenhilfe. Beim Projekt „Schüler helfen Schülern“ können sich die Kinder und Jugendlichen auch selbst engagiert einbringen.

 

„Die Präventionsarbeit ist an unserer Schule in den vergangenen Jahren zu einem Schwerpunktbereich geworden“, resümiert Ralf Hoffmann, Sicherheitsbeauftragter am Wilhelm-Remy-Gymnasium. Und da lag es nahe, sich beim Präventionspreis der Unfallkasse Rheinland-Pfalz zu bewerben. Mit Erfolg: Bei der feierlichen Preisvergabe in Andernach nehmen die Vertreter des Gymnasiums den dritten Preis in Empfang.