Unfallzahlen 2018 sind so gering wie nie

Erfolgreiche Präventionsarbeit wird fortgesetzt

Fahrradunfälle an weiterführenden Schulen: Unfallkasse plant gezielte Präventionstage

2018 fiel die Zahl der jährlichen Unfallmeldungen bei der Unfallkasse Rheinland-Pfalz so gering aus wie nie zuvor. 82.619 Unfälle wurden im vergangenen Jahr in der Allgemeinen und in der Schülerunfallversicherung gemeldet. Im Vergleich mit dem Vorjahr sank die Zahl der gemeldeten Versicherungsfälle um 2,8 Prozent.

„Zurückgegangen sind insbesondere die Zahlen der Wegeunfälle mit 6,5 Prozent und der Schulunfälle um 4,5 Prozent. Einen deutlichen Anstieg verzeichneten wir jedoch bei Hauterkrankungen und Lärmschwerhörigkeiten. Sie gehören zu den 367 gemeldeten Berufskrankheiten“, so Manfred Breitbach, Geschäftsführer der Unfallkasse Rheinland-Pfalz. Die Hauterkrankungen stiegen vor allem in den Betriebsarten Kindertagesstätte und Krankenhaus. In den Kitas hängt dies vor allem mit dem Anstieg der Beschäftigten zusammen.

Im Bereich der Allgemeinen Unfallversicherung, zu der u. a. Angestellte und Mitarbeitende im öffentlichen Dienst, private Pflegepersonen  und ehrenamtlich Tätige  gehören, wurden im vergangenen Jahr 15.774 Arbeits- und Wegeunfälle gemeldet.

In der Schülerunfallversicherung sanken die Unfallmeldungen um 2.782 auf 58.758. Die Wegeunfälle wiederum gingen von 5.239 auf 5.221 zurück. „Wir stellen fest, dass der Rückgang der Schulunfälle unter anderem mit dem kontinuierlichen Rückgang der Schülerinnen und Schüler korrespondiert“, so Breitbach.

Anlässlich einer Auswertung des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR) nahm die Unfallkasse Rheinland-Pfalz die Fahrradunfälle in der Schülerunfallversicherung unter die Lupe. Denn laut DVR waren deutschlandweit im Vergleich zum Vorjahr deutlich mehr Menschen ums Leben gekommen, die mit dem Fahrrad- oder Kraftrad unterwegs waren. Tendenz steigend.

„Im Vergleich zu den bundesweiten Daten fallen die Zahlen für unseren Zuständigkeitsbereich in Rheinland-Pfalz mit Blick auf Zweiradunfälle erfreulicherweise deutlich besser aus“, teilt Manfred Breitbach mit. „Dennoch: Jeder Fahrradunfall ist einer zu viel. Besonders, weil die Unfallfolgen gravierender Art sein können“, ergänzt er.

Die Analyse durch die Unfallkasse von 2014 bis 2018 macht deutlich: Im städtischen Bereich ereigneten sich mehr als doppelt so viele Fahrradunfälle wie im ländlichen Bereich. „Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass im ländlichen Raum, wo die Entfernung zwischen Schulen und Wohnort größer ist, eher Schulbusse genutzt werden“, gibt Breitbach zu bedenken.

Betroffen sind insbesondere Schülerinnen und Schüler weiterführender Schulen: Zwischen 2014 und 2018 wurden an Einrichtungen mit großer Schülerzahl und höherem Anteil an Radfahrerinnen und Radfahrern 3295 Fahrradunfälle gemeldet.

Die Unfallkasse Rheinland-Pfalz wird daher ihre schon erfolgreichen Präventionsaktivitäten insbesondere im städtischen Raum forcieren. „Insbesondere werden wir uns an allgemeinbildende Schulen der Sekundarstufe I richten und dabei die gute Partnerschaft mit der Landesverkehrswacht weiter ausbauen“, betont der Geschäftsführer der Unfallkasse.

Ein Baustein werden Aktionen zur Fahrradsicherheit sein mit Schwerpunktthemen wie Fahrradhelme, Sichtbarkeit und Unfälle beim Abbiegen.